Förderpreis beim Geschichtswettbewerb
Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten wird in Deutschland seit 1973 durch die Körber-Stiftung durchgeführt. Ziel des Wettbewerbs ist es, dass sich junge Menschen mit der Geschichte Deutschlands auseinandersetzen. Der bundesweite geschichtliche Wettstreit hatte in diesem Jahr das übergeordnete Thema "Grenzen in der Geschichte". Dabei sollte der Beitrag aber nicht nur einen rein historischen Ansatz haben, sondern es sollte auch eine persönliche Komponente eingebracht werden.
Um diesen Anforderungen gerecht zu werden entschied sich Finn, seinen Uropa als Hauptthema zu wählen. Dieser wurde im Jahre 1932 in Ostpreußen geboren und lebte dort bis zum Jahr 1945. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er dann von den Sowjets aus seiner Heimat Waltersmühl (heute Konradowo, Polen) nach Guttstadt und ca. ein Jahr später von den Polen nach Ostdeutschland vertrieben. Der Grund für die Vertreibung war die Grenzverschiebung der deutsch-polnischen und polnisch-sowjetischen Grenze nach dem Zweiten Weltkrieg. Auf seiner Vertreibung musste Finns Opa viele schlimme Dinge miterleben, die sein Leben sehr geprägt haben. In seinem Beitrag erzählt Finn von den Erlebnissen, die sein Opa sowohl vor als auch nach dem Krieg gemacht hat, wobei der Fokus mehr auf dem Weg nach Ostdeutschland lag. Für seine Ausarbeitungen wurde Finn von der Körberstiftung bei der festlichen Preisverleihung im Schweriner Schloss im Saal des Landtages mit einem Förderpreis ausgezeichnet. Er wurde von seinen Eltern und unserem Schulleiter Herrn Brüllke, der den erkrankten betreuenden Fachlehrer Herrn Hinkel vertrat, begleitet. In einer kurzen Rede betonte Finn, dass dieser Preis eigentlich seinem Opa gebührt, denn ohne ihn hätte er seinen Beitrag so nie verfassen können.
